Der Alles-ist-Zyklus 2: Aufwachen

Ich lag alleine am Schwefelrand einer schwarzen Baumruine. Zitternd krächzten seine von beißend sauren Böen verkrüppelten Äste, dass einem der Mundraum faulte und ein pechschwarzes Gebälk aus totem Fleisch hinterließ, aus dem sich sturzbachartig Eiter und Galle in meine Hände ergossen. Ich fühlte den Tod in mir, als wäre er mit der Atemluft gekommen und so war es auch, Atmen war eine Entsagung – ich will nicht, ich will nicht leben. Ich lag gebettet in Staub und Asche und spürte das kostmische Grauen nach meinem Herzen greifen. Der einstige warme Mutterboden, blass und wund, riss unter mir entzwei und offenbarte seinen zyklopisch geschändeten Grottenschlund, in den ich unsagbar tief hinabstürzte, bis der stinkende Schlitz zu einem dimensionslosen Punkt kollabierte und mich unter gammelder Fäulnis begrub.

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